In der Ausbildung zum Mediengestalter Digital und Print kommt vermutlich jeder an den Punkt, an dem auf seinen Computer bei der Bildbearbeitung oder beim Schreiben von Dateien gewartet werden muss. Es kommt einem schnell der Gedanke, sich einen neuen Rechner zu kaufen, doch auf was muss man dabei genau achten? Wir geben Euch in diesem Blogbeitrag ein paar Tipps, anhand deren Ihr Euch den passenden PC aussuchen könnt.

Der passende Computer für Mediengestalter – Wir machen einen Vergleich

Wir haben bei uns in der Firma mehrere Tests mit selbst vorgefertigten Abläufen gemacht, um den Unterschied der getesteten Rechner sichtbar zu machen. Für den Vergleichstest sind folgende Rechner angetreten:

PC von einem ArbeitsplatzWorkstationCustom PC
Bilder der PCsPC von einem ArbeitsplatzWorkstationCustom PC
ProzessorIntel Core i5 760
2x 2,80 GHz
2x Intel Xeon X5650
12x 2,67 GHz
Intel Core i7 7700k
4x @ 5.0 GHz
GrafikAMD Radeon R9 200 Series
2048 MB VRAM
GDDR 5
1100 MHz
Nvidia Geforce GTX 750 Ti
2048 MB VRAM
GDDR 5
1084 MHz
MSI RX 580 Gaming X 8G
8192 MB VRAM
GDDR 5
1380 MHz
RAM12 GB DDR348 GB DDR316 GB @ 4.133 MHz DDR4
FestplatteSSDSSDSSD

Tipps zum Kauf eines PCs für Mediengestalter

Vor der Anschaffung von einem neuen PC solltet Ihr Eure Schwerpunkte festlegen und ein paar Dinge wissen:

  • Viele Bilder zum Exportieren → Starker Prozessor
  • Viele grafische Arbeiten → Gute Grafikkarte
  • Arbeitsspeicher kann man nie genug haben, da dieser in der Anschaffung auch vergleichsweise preiswert ist.
  • Eine generelle Geschwindigkeitssteigerung Eures PCs könnt Ihr am einfachsten mit einer SSD-Festplatte erreichen.

Der Vergleichstest: Wie lange brauchen die einzelnen PCs zum Export von 16 Bildern in Adobe Lightroom?

Für unseren Vergleich wurde auf jedem der 3 oben gennanten Computer die neueste Version von Adobe Lightroom unter Windows 10 installiert. Wir haben gemessen, wie lange jeder einzelne PC für den Export von 16 definierten Bildern im RAW-Format benötigt (Größe: 445MB) und nebenbei beobachtet, wie die Auslastung von Prozessor, Arbeitsspeicher und Grafikkarte aussieht.

Beim Export von Bildern in Lightroom wird fast nur reine Rechenleistung benötigt. Wir konnten dabei beobachten, dass die volle Leistung aller zur Verfügung stehenden Prozessorkerne zu fast 100% verwendet wurden. Das bedeutet im Umkehrschluss: Je mehr Prozessorkerne und je höher deren Taktfrequenz ist, desto schneller können die Bilder exportiert werden.

PC von einem ArbeitsplatzWorkstationCustom PC
Bilder der PCsPC von einem ArbeitsplatzWorkstationCustom PC
Zeit bis zum Ende des Exportes6 min 12 sec3 min 05 sec1 min 50 sec

Wie an den gemessenen Zeiten zu sehen ist, unterscheiden sich die Ergebnisse stark und bestätigen das oben beschriebene Verhalten. Ihr werdet Euch jetzt auch sicher fragen, wieso die Workstation mit 24 Prozessorkernen fast doppelt so lange für den Export der Bilder brauchte, als der Custom PC mit nur 4 Kernen?

Dies lässt sich zum einen an der immens hohen Taktfrequenz des Custom PCs beantworten und der Tatsache, dass hier ein aktueller Prozessor verbaut ist. Der Prozessor der Workstation hingegen ist ein etwas älteres Baujahr und hat fast nur die Hälfte der Taktfrequenz.

Tipp: Sparen mit gebrauchter IT

Mit einem gebrauchtem, refurbished (generalüberholten) Computer hat man gegenüber Neuware eine Preisersparnis von ca. 50% und mehr! Dabei handelt es sich zum großen Teil um Bussines-Geräte aus beendeten Leasingverträgen, welche generalüberholt, gereinigt, geprüft und wiederverkauft werden.

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GUTSCHEINCODE: DELL18
(Gültig bis 31.12.2018)

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Wieso sollte eine etwas bessere Grafikkarte verwendet werden?

Die Grafikkarte an sich hat mit dem Export der Bilder nichts zu tun, das geschieht alles im Prozessor. Die Grafikkarte wird aber benötigt, wenn es um die Bildbearbeitung geht. Legt man z. B. eine leere neue Datei in Adobe Illustrator an und beginnt mit dem Zeichnen von Vektoren, wird im Taskmanager ersichtlich wie die Grafikkarte zu Arbeiten beginnt. Je besser die Grafikkarte (Speicher und Taktfrequenz), desto flüssiger läuft die Bildbearbeitung / das Erstellen von Vektorgrafiken / Setzen von Flyern etc.

Und was ist mit dem Arbeitsspeicher?

Öffnet Ihr z. B. eine PSD-Datei oder ein Programm, werden Daten in den Arbeitsspeicher geladen um schneller zur Verfügung zu stehen, als wenn diese von der Festplatte geladen werden müssten. Je größer der Arbeitsspeicher ist, desto größere Dateien können in diesen geladen werden und desto mehr Programme können parallel ohne Beeinträchtigung laufen.

Als kleines Beispiel dazu: Wenn neben Adobe Photoshop zusätzlich Google Chrome geöffnet ist, werden alleine für die beiden Programme über 2GB Arbeitsspeicher verwendet.

Unser Fazit

Generell arbeitet die Adobe Software auch mit alter Computer Hardware, die z. B. in den Mindestanforderung vom aktuellen Adobe Photoshop CC (Stand 2018) stehen. Es wird kein High-End Rechner benötigt, um mit der Software arbeiten zu können.

Unser Test hat aber dennoch gezeigt: Je moderner die einzelnen Komponenten eines PCs aufgestellt sind, desto mehr Zeit kann beim Arbeiten gespart werden.