QR-Codes werden ein zunehmend beliebteres Marketinginstrument. Immer häufiger finden sich diese Codes auf Plakaten, Produktverpackungen, Bushaltestellen oder Litfaßsäulen.

Einen QR-Code auf ein Plakat zu bringen ist an und für sich keine große Kunst. Doch es kommt leider immer wieder vor, dass sich ein Code nicht scannen lässt, oder aber ins Nirgendwo führt und der Betrachter enttäuscht wird.

Mit den folgenden Tipps erfahren Sie, was bei der Einbindung und dem Druck von QR-Codes auf Plakaten beachtet werden sollte.

Die Einbindung des QR-Codes aufs Plakat – so klappt es:

Bei der Einbindung auf das Plakat sind zwei ausschlaggebende Punkte zu beachten:

  1. Die Umgebung, in der das Plakat aufgehängt wird
  2. Die Erwartung des Betrachters an den Inhalt der Zielseite

Die Umgebung – ein QR-Code macht nicht überall Sinn

Wenn jemand einen QR-Code scannen möchte, benötigt er zum einen ein wenig Zeit (App öffnen, Kamera auf Code richten, scannen, warten) und zum anderen auch eine gewisse Nähe zum Plakat. Plakate, die zu weit oben angebracht sind, sodass ein Betrachter gar nicht mit seinem Arm in die Nähe des Codes gelangen kann, sind eher suboptimal. Auch QR-Codes auf Bussen sind nicht unbedingt geeignet, da sie nur dann gescannt werden können, wenn der Bus gerade hält. Daher ist es wichtig, dass das Plakat für jeden potenziellen Interessenten erreichbar ist.

Die richtige Größe des Codes

Der QR-Code muss zudem eine gewisse Größe aufweisen, damit er gescannt werden kann. Die minimale Größe für einen Code sind 2 x 2 cm. Für ein großes Plakat muss er entsprechend größer sein. Dies lässt sich mit sogenannten QR-Generatoren1 aber berechnen. Als eine Faustregel für die Größe des Codes gilt:

Kantenlänge des QR-Codes (in m) = Scandistanz (in m) / 10

Bei einer beispielhaften Distanz von 5 Metern zum Plakat müsste der QR-Code also mindestens eine Kantenlänge von 0,5 Metern haben.

Natürlich kann diese Regel aufgrund der unterschiedlichen Smartphones und Kameras manchmal abweichen. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Sie Ihre QR-Codes immer erst ein Mal testen, bevor Sie den Seriendruck in Auftrag geben.

Den Betrachter aktivieren

Damit Ihr QR-Code auch gescannt wird, muss der Interessent vor dem Plakat dazu aktiviert werden. Dies funktioniert, indem er für den Inhalt Interesse aufbaut, z. B. durch die Aussicht auf ein Gewinnspiel, auf Coupons oder Rabatte, oder auf exklusive Inhalte wie Musik oder Videos. Wenn er mit derartigen Inhalten gelockt wird, ist die Chance größer, dass der Code auch gescannt wird. Werden hingegen „nur“ Informationen auf dem Plakat wiedergegeben, ist die Möglichkeit eines Scans geringer.

Der Betrachter sollte zudem schon auf dem Plakat erfahren, wohin die Reise geht. Wenn er schon bevor er den Code scannt weiß, dass seine Erwartungen erfüllt werden, wird er sich eher zu einem Scan entschließen. Dies gelingt ganz einfach, indem Sie neben dem QR-Code eine sprechende URL angeben (z .B http://www.picapoint.de/werbeplakate). So weiß der Betrachter direkt, dass der Code ihn zu Werbeplakaten führt. Neben der Transparenz des QR-Codes sorgt die URL zudem dafür, dass der Betrachter sich diese möglicherweise noch zusätzlich merkt.

QR-Codes richtig drucken

Auch beim Druck des Codes gibt es ein paar Dinge zu beachten. Wichtig ist vor allem, dass druckfähige Dateien verwendet werden. Gut geeignet sind dafür vektorbasierte Grafiken (z.B. EPS-Format). Als Hintergrund sind Gegenstände oder Flächen, die den Code verzerren könnten, eher ungeeignet (beispielsweise Flaschen). Ein ausreichender Kontrast zwischen Hintergrund und Code ist ebenfalls wichtig, damit er gut gescannt werden kann.

Ein weiterer Tipp für eine gute Lesbarkeit: glänzende Flächen und Lichtreflexionen so gut es geht vermeiden. Auch diese üben sich negativ auf die Scanbarkeit von QR-Codes aus.

1www.qrcode-generator.de/plakatwand (geöffnet am 10.02.16)